Audi e-tron

Audi electro Q7 - Tesla competitor

Audi e-tron

Tesla machts – BMW & Audi jetzt auch

BMW hat es gemacht. Und so langsam ziehen auch andere Hersteller mit eigenen Fahrzeugen nach. Erste Bilder gibt es jetzt vom Audi e-tron, die wohl jetzt ein E-SUV als Konkurrenz zu Teslas Model X präsentieren. Nicht jeder muss gleich eine ganze Marke dafür ins Leben rufen, wie BMW das mit BMW i praktiziert hat. Aber so langsam wird es Zeit, dem Wunderkind Elon Musk mal Produkttechnisch die Silicon-Valley-Hammelbeine lang zu ziehen, und Ihm nicht kampflos das E-Auto-Feld zu überlassen. Mit seinen Absatzzahlen und Investitionssummen ist das Unternehmen kein Start-Up mehr, sondern ein Big Player!

Auf der anderen Seite: Letzte Woche erst geisterte (mal wieder) ein Bericht durch die Medien, Tesla würde die deutschen Hersteller regelrecht vorführen. Weit gefehlt mein medialer Click-Baiting-geiler Hersteller-Sau-durchs-Dorf-treiber. Tesla bekommt weltweit gerade mal etwa 50.000 Einheiten unter die Mobilitäts-Anvantgarde gebracht. Weit weg von dem, was der Rest der etablierten Hersteller so vertickt. Avantgarde ist zwar toll, aber wie in der Kunst: kein Mensch weiß, welchem Szene-Newcomer die Kunstsammler und Avantgardisten nächste Woche auf einmal seine Werke entreissen. Mainstream ist in diesen Kreisen sowieso Bäh! Massenmarkt-Hersteller zu sein heißt aber eben auch massenmarkttaugliche Produkte anbieten zu müssen. Das mag der Avantgarde-Konsument eh nicht.

 

Betrachten wir das Ganze mal aus der Sicht eines traditionellen Auto-Unternehmens:

 

Warum sollte eine Industrie, die plus/minus 125 Jahre Entwicklungsarbeit am Verbrennungsmotor usw. geleistet hat plötzlich alle Patente in den Ofen stecken, nur weil Elon Musk auf einmal E-Autos baut? Warum sollten deshalb die traditionellen Hersteller von der Zulieferindustrie Teile (E-Motoren und Batterien) kaufen, für die sie dann auch noch dem Kunden eine Garantie geben müssen? Hat Bill Gates Microsoft dicht gemacht, weil ein gewisser Steve Jobs einen angefressenen Apfel marktreif entwickelt hat? Ist nicht möglicherweise der Antriebsstrang in etwa vergleichbar mit dem Betriebssystem von “Mobilität-Hardware”?

Gerade am Beispiel Akku-Pack wird deutlich: damit holt sich ein klassischer Verbrenner-Hersteller ein Problem ins Haus. Risikominimierung ist gerade bei großen Konzernen eines der Schlagworte für den Erhalt auch von Arbeitsplätzen. Und eine Garantie für einen unausgereiften Akku geben zu müssen, das könnte ein großes Risiko sein oder werden.

Nichtsdestotrotz steckt in der E-Mobilität eine sehr große Chance für ein klimafreundlicheres Mobilitätszeitalter. Und auch in der Kombination von Verbrenner und E-Motor steckt eine nie geahnte Verbesserung der Performance, wie das gerade die neue Klasse an Supersportlern a la Porsche 918 Spyder, Ferrari LaFerrari und McLaren P1 eindrucksvoll beweisen. Ein Verbrennungsmotor braucht Drehzahl, um auf Leistung zu kommen. Wie schön, dass der E-Motor vom Start weg volle Newtonmeter-Power anliegen hat. Uiiii, welch´ tolle Kombination und was für ein Zugewinn an Dynamik.

Plötzlich heult keiner mehr – wie vor zehn Jahren noch bei den Toyota- und Lexus-Hybriden – von Problemen durch das Mehrgewicht des E-Antriebsstranges und absolut mangelnden Reichweiten rein elektrischer Fortbewegung. Jetzt (gerade hat Toyota den 8 Millionsten Hybrid verkauft) spricht alle Welt von Chancen, nicht mehr von Herausforderungen. Ein hartes Stück Entwicklungsarbeit später sind die Systeme ausgereift – ohne Zweifel noch nicht perfekt – und um Plug-In-Lade-Möglichkeiten erweitert. Jetzt, nachdem sich das E-Thema ein paar Jahre in den Köpfen der Menschen implementieren konnte, statt der Probleme die Chancen in den Fokus rücken, und, die Hersteller schon viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit leisten konnten, gibt das dem Thema Mobilität der Zukunft neuen Antrieb.

 

Audi e-tron – Konkurrenz belebt das Geschäft

 

Tesla führt die deutschen Hersteller wohl kaum vor. Die traditionellen OEM´s verkaufen bis heute weltweit mehr Autos mit Verbrennungsmotoren als je zuvor. Aber Tesla hat entscheidende Anreize geliefert und für Bewegung im Markt gesorgt. Und jetzt reagieren die OEM´s halt auf einen Trend. Einige zwar nur soweit wie sie unbedingt müssen, andere, wie BMW, gleich mit einer eigenen Entwicklung. Wenn ich an meine Jugend denke, da gab es ein Fahrrad, das Taxi, die Bahn oder Mutters Zweitwagen. Heute gibt es Fahrräder, E-Bikes, gewerbliche Taxen, Uber, Car-Sharing (privat und gewerblich), die Bahn ist auch noch nicht pleite, überregionale Bus-Unternehmen, (ein paar) E-Autos, viele Verbrenner und ganz wenige Wasserstoffis. Immer wieder haben neue Player mit neuen Technologien und Geschäftsmodellen traditionelle Branchen durcheinander gewirbelt. Hat das besonders geschadet?

 

Mehr Möglichkeiten, mehr Mobilität?

 

Ein Mehr an Mobilitäs-Möglichkeiten könnte möglicherweise einem gesteigerten Bedarf an Mobilität in unserer heutigen Zeit gerecht werden. Mehr Möglichkeiten für Mobilität schafft mehr Mobilität. Das ist einer der Treiber und eine tragende Säule des modernen Kapitalismus. Und: gar nicht mal so schlecht! So hat sicherlich auch Audi nach Tesla und BMW i nun die Chance zur E-Avantgarde aufzuschließen und neben den klassischen Fahrzeugen auch ein paar mit Elektroantrieb zu verkaufen. Leider wird Audi das aber erst ab 2018 tun. Aber vielleicht ist das auch gar nicht so schlimm. Denn eine Frage stelle ich mir immer wieder:

 

Sind die E-Autos noch nicht reif für die Konsumenten? Oder, sind die Konsumenten noch nicht reif für die E-Mobilität?

 

Vielleicht sind die E-Mobile nicht der Tod des Verbrenners. Einfach, weil beide “Betriebssysteme” oder eine Kombination für verschiedene Mobilitätsbedürfnisse entsprechende Lösungen anbieten. Könnte der Schlüssel der Mobilität der Zukunft nicht in der geographisch bedingten intelligenten Kombination verschiedener Technologien liegen? Das erfordert aber, die Chancen zu sehen und zu entwickeln. Und nicht, die nächste E-Sau durchs mediale Dorf zu treiben.

 

Audi Concept E-SUV für die IAA 2015

Audi R8 e-tron

 

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