BMW i3 und i8

BMW BMWi I3

BMW i3 und i8

BMW i3 und i8 – Motor der Elektro-Revolution stottert

Erst am 16. November wurde BMW’s Wunderwaffe i3 den Kunden vorgestellt, um endlich erfolgreich in eine innovative elektrisch autorisierte Zukunft unter deutscher Beteiligung zu starten. Schon vermeldet der Marketingvorstand von BMW Ian Robertson am Rande der L.A. Motor Show einen Engpass beim vollelektrischen i3 und einen für dieses Jahr völligen Ausverkauf des Hybrid-Sportwagen i8. Natürlich bedeuteten Lieferschwierigkeiten aufgrund hoher Nachfrage einen Erfolg für den Fabrikanten, der ihm (nicht nur aufgrund hoher Entwicklungs- und Herstellungskosten) sicher zu wünschen ist. Dennoch stellen sich folgende Fragen: Wie viele BMW i8-Modelle waren denn geplant? Unterschiedlichen Quellen nach ist und war der i8 ohnehin für 2014 geplant. Offizielle Preise gibt es noch nicht, aber auf der Herstellerseite konfigurieren kann man den Konkurrent des Mercedes SLS Electric Drive bereits.

 

Ausverkaufter BMW i8 klingt gut, Lieferengpass beim BMW i3 nicht

Doch der i8 ist noch nicht offiziell auf dem Markt. Beschäftigen wir uns also lieber mit dem was konkret ist. Dem BMW i3. Für den Hersteller bedeutet ein ausverkauftes neues Produkt erst mal eins: einen großen Erfolg. Liegt das Interesse der Kunden am BMW i3 über den Erwartungen wurde der „Nerv der Zeit“ getroffen oder ein Trend gesetzt. Laut eigenen Angaben hat BMW nach 100.000 Probefahrten europaweit rund 10.000 Vorbestellungen verbuchen können. Das spricht angesichts der bisherigen Zulassungszahlen in Deutschland für einen großen Erfolg. Einzige Herausforderung beim BMW i3 und i8 derzeit sind Lieferprobleme des ebenfalls zum Klatten-Imperium gehörenden Zulieferers SGL Carbon. Der Graphit-Spezialist muss seine Produktion in den USA verdoppelt, um dem Bedarf Herr zu werden. Auch das ist sicher ein Erfolg. Allerdings lohnt dabei auch ein kurzer Blick auf die Absatzstatistiken.

 

BMW i3 – Leasen zum Preis eines BMW M5, Kauf-Risiko unkalkulierbar

Besonders attraktiv ist der i3 für Sharing-Modelle, also aktiv gemanagte Flotten, die ihren Bedarf kennen und steuern. (Oder für Vertreter der Politik deren primäres Ziel einer nachhaltigen Aura wichtiger ist, als die Fähigkeit mit öffentlichen Geldern nachhaltig umzugehen). Dabei spiegeln Verkaufszahlen selten das wider, was sich der interessierte Laie unter verkauften Autos vorstellt. Gut, dass auch BMW mit seinem Partner Sixt die Firma Drive-Now betreibt. Steht einer der besten Kunden quasi gleich mit auf der Lohnliste im Firmengeflecht. Dabei gibt es auch unter Profis im Leasinggeschäft durchaus kritische Stimmen zu Elektroautos. Ausdrücklich sei aber darauf hingewiesen, dass die Kritik weniger am Fahrzeug selbst geäußert wurde, sondern mehr an den Akkus und ihrer unkalkulierbaren Kapazitäten am Ende einer Leasinglaufzeit. Dadurch sind die Restwerte der Fahrzeuge, also der Wert für den Wiederverkauf eines Autos fast unspezifizierbar. Im schlimmsten Fall müsste ein neuer Akku erworben werden, der meist das teuerste Bauteil am Elektro-Fahrzeug ist. So äußert sich Gerhard Fischer, Chef der Leasingfirma LeaseTrend in einem Artikel der Wirtschaftswoche zurückhaltend über den innovativen BMW. „Ich kann den i3 ehrlich keinem empfehlen.“ Damit bezieht er sich jedoch nicht auf das Fahrzeug selbst, als auf die Tatsache der unkalkulierbaren Restwert-Risiken. Dabei wird der BMW i3 andernorts als Heilsbringer der elektromobilen Zukunft gefeiert.

 

BMW i3 und i8 – Verdammt zum Erfolg oder alternativlos

Auch wenn sich Autokäufer und Leasing-Gesellschaften vor der neuen Technologie noch etwas zieren. Die BMW i-Strategie mit i3 und i8 scheint zum Erfolg verdammt. Auch wenn die Bundesregierung momentan noch kein Anreizprogramm zum Kauf von E-Autos startet, ihre Marschrichtung steht seit Jahren fest: Die Agenda 2020 mit dem Ziel bis zum Jahr 2020 eine Million E-Autos auf deutschen Straßen zu haben. BMW gibt seinen Elektro-Kunden mit einem 5er BMW als Ersatzwagen für lange Strecken ein eigenes Mobilitätsversprechen. Der langsame Umerziehungsprozess des Kunden, der sich an die neuen kürzeren Reichweiten zu höheren Mobilitätskosten (Anschaffungspreise) gewöhnen muss, wird wohl mit dem gewohnten Gejammer einhergehen. Wenn dann die neuen Geschäftsmodelle gefunden wurden und der Massenmarkt bestellt ist feiern alle Beteiligten bestimmt zusammen: sicherlich war es ein großer Erfolg!

 

BMW i3 und i8 in einem vielbeachteten Werbespot zum Produkt Launch der BMWi-Modelle

 

 

Die schönsten Bilder des BMW i3

 

 

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