Elektromobilität

BMW E1 Elektro Auto Erlkönig

Elektromobilität

Kleine Elektro-Schocks erhöhen das Denkvermögen

Die Elektromobilität. Sie ist ein Trendthema unserer Zeit. Von Umweltaposteln als Heilsbringer für emissionsfreie Mobilität gepriesen, von der Automobilindustrie nur mit der Fertigungsroboter-Pinzette angefasst und von der Politik gepusht, dass dem Autofahrer die von den Gazetten herbeigeschriebenen Elektro-Schocks auf der Stirn ratlos-Runzeln hinterlassen.

 

Immer wieder werde ich gefragt: Warum bauen die (vor allem) deutschen Automobilhersteller denn nun keine tollen Elektro-Schleudern?

 

Und dann nennen die Fragesteller ganz selbstverständlich auch die größten Vorreiter der Hybridtechnologie, den Toyota-Konzern oder das „Startup“ (wie lange ist ein Startup eigentlich ein Startup?) des Wunderkinds Elon Musk, der aus dem sandigen Boden Kaliforniens die glühenden Tesla-Modelle gezaubert hat. Als Motorjournalist schiebe ich dann kenntnisreich ein, dass schon der erste Porsche ein Elektromobil ist (der so genannte Lohner-Porsche) und die Geschichte nun mal entschieden hat, dass Batterien damals (noch weniger) Kapazitäten hatten als heute und der Verbrennungsmotor dank günstigem Öl nun mal das Rennen gemacht hat.

 

In Zukunft wollen wir uns hier bei The-Motorist.com öfter mit den Thema Elektromobilität/ alternative Antriebskonzepte (auch: Wasserstoff) und den damit aufkommenden neuen Infrastrukturellen Herausforderungen und MÖGLICHKEITEN befassen. Als erster Beitrag soll aber die Eingangsfrage erörtert werden: Warum denn die deutschen Hersteller nicht einfach auch tolle E-Mobile am politisch gehypten Markt feilbieten?

 

Fragen zur Elektromobilität

Und weil es fast zu einfach erscheint, diese Frage zu beantworten, und weil es gleichzeitig als extrem schwer aussieht alle unterschiedlichen Sichtweisen und Mobilitätsphilosophien der Menschen unter einen Hut zu bringen, soll die Beschäftigung mit diesem Thema anhand von Fragen stattfinden. Denn Dummheit ist ja das Privileg meiner Blogger-Jugend. Und wenn ich noch zu jung bin, um alle Fragen zu beantworten, so kann ich wenigstens versuchen, die interessantesten Fragen zu stellen.

 

Eine interessante Debatte mit vielschichtigen Argumenten wäre ein wünschenswertes Ziel dieser Schreiberei!

 

 

  1. Wenn eine Industrie bis zu 125 Jahre Erfahrung bei der Entwicklung und Herstellung eines Gutes hat, warum sollte sie sich dann „Probleme“ ins Haus holen (reichweitenarme Batterien & kaum vorhandene Ladeinfrastruktur) für die sie derzeit keine eigenen Lösungen anbieten kann?

 

  1. Warum soll man ein Produkt entwickeln, was aufgrund der Reichweitenproblematik kaum einer kaufen möchte?

 

  1. Sind Co2-Emmissionen in den Abgasen schlimmer als radioaktiver Abfall, der bei unseren derzeitigen deutschen Durchschnittsstrommix mit 25% Atomstrom unweigerlich anfällt, und die nachfolgenden Generationen noch sehr lange beschäftigen wird?

 

  1. Muss zwangsweise eine Technologie oder Antriebsart „das Rennen“ machen, oder hat vielleicht ein intelligenter Mix aus verschiedenen Antriebs-Lösungen entsprechend des jeweiligen Einsatzgebietes die größten Erfolgschancen?

 

  1. Elektromobilität schafft zwischen der Mobilie (Auto) und der Immobilie eine zwangsweise Schnittstelle (Steckdose/Wallbox) über die Garage hinaus. Das Thema Mobilität bekommt damit eine ganz neue Infrastrukturelle Dimension. Und bisher haben Autohersteller auch keine Autobahnen gebaut. Welche Industrie-Allianzen muss es in Zukunft geben, um dieses Thema für Industrie und Kunden attraktiv zu machen?

 

  1. Wenn der Wirkungsgrad eines E-Motors etwa doppelt so hoch ist wie der eines Verbrenners, welche Bewertungsmaßstäbe Und Kriterien bei der Beurteilung von E-Autos gibt es noch?

 

  1. Ist das Thema Verbrennungsmotor und Wirkungsgrad technisch schon voll ausgeschöpft oder gibt es weitere Optimierungsmöglichkeiten beim Thema Effizienz?

 

  1. Muss ich eine zwei Tonnenlimousine bewegen, um eine 80-Kilo-Person von A nach B zu transportieren?

 

  1. Wenn ich die in über hundert Jahren gewachsene Automobilindustrie nicht ändern kann, kann ich dann mein individuelles Verhalten in Bezug auf Komforterwartungen vielleicht etwas schneller ändern?

 

  1. Tesla hat aus vorhandenen Komponenten und ihrer intelligenten Kombination ein sehr gutes und innovatives Produkt entwickelt. Sollten die Automobilhersteller deswegen ihre gesamte Entwicklungsarbeit und Patente deswegen gleich über den Haufen werfen?

 

  1. Wurden nicht immer wieder E-Autos vorgestellt oder erprobt? Hat nicht beispielsweise auch BMW in den 1970ern einen E1 genannten Fünfer mit Batterien ausgestattet?

 

  1. Hatte nicht der Daimler auch einen intern W201 genannten MB 190er Elektro entwickelt?

 

  1. Gab es nicht 1992 auf der Ostseeinsel Rügen einen Feldversuch mit über 60 Elektroautos? Erinnert sich da jemand daran und was ist dann daraus geworden?

 

  1. Welche Infrastrukturlösungen (Sharing-Economy, Apps,…) rund um das Thema Elektromobilität könnten das Thema für den Bürger attraktiver gestalten, daraus eine die Automobilindustrie unterstützende, Mobilität fördernde und zusätzlich Emissionen senkende Industrie machen?

 

  1. Was spricht eigentlich dagegen Fahrzeugoberflächen optional komplett mit Solarpanels auszustatten? (Ja ich weiß, Daimler hat ein Solarschiebedach)

 

  1. Besteht die Möglichkeit, dass die „Lösung“ noch gar nicht mal gedacht wurde?

 

  1. Besteht der Vorteil möglicherweise in vielen Möglichkeiten?

 

 

BMW hatte mal in den 1970er Jahren eine Idee von einem Elektroauto – Leider ist der E1 dann irgendwann abgefackelt.

 

Ein schönes E-Auto, das es schon gibt – Das TESLA Model S

 

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