Hack-Mac um Tesla: Hacker schaltet Model S ab

Tesla Model S electric Luxusauto

Hack-Mac um Tesla: Hacker schaltet Model S ab

Computer Attacke auf Tesla

Erst vor einigen Tagen sorgt ein gehäckter Jeep für Furore, jetzt ist auch der Elektroautohersteller Tesla ins Visier eines Teams von IT-Spezialisten geraten. Und die haben das Fahrzeug gleich mal während der Fahrt ausgeschaltet. Sechs Schwachstellen sollen die Computer – Nerds gefunden haben. Wie sie die Kontrolle über das Elektro-Fahrzeug erlangt haben, wollen die Computer-Experten auf der Def-Con (ab 07. August) in Las Vegas bekannt geben.

 

Für ihren Hack hat sich das Team bewusst Tesla und sein Model S ausgesucht, da die Kalifornier rund um den Gründer Elon Musk sich angeblich besser dem Thema Fahrzeug-IT-Sicherheit widmen als alle anderen traditionellen Original Engineering Manufacturer, kurz OEM´s. Aber nicht nur die gehackte Fahrzeug-Software macht Tesla gerade zu schaffen.

 

Tesla Model X mit Problemen

So genannte Experten debattieren gerade darum, ob das im Herst erscheinende Model X, eine Mischung aus Elektroantrieb und SUV, die Oberklasse Produktlinie Model S kannibalisiert. Die Vorbestellungsliste für das Model X nähert sich der 30.000 Einheiten Marke an, wohingegen die Model S Bestelleingänge drastisch eingebrochen seien. In den USA seien die Bestellungen des Model S von 2.800 Einheiten im Juli 2014 auf 1.600 (Juli 2015) zurück gegangen. Von Tesla selbst gibt es keine monatlichen Verkaufszahlen. Aufgrund der relativ geringen Stückzahlen und entsprechender Schwankungsbreite gibt Firmenchef Elon Musk nur Quartalszahlen bekannt.

 

Dennoch bleibt abzuwarten, ob es sich hierbei um einen Kannibalisierungs-Effekt handelt – heißt statt eines Model S kaufen die Kunden ein Model X – oder, ob die Käufer eines Model X mangels Alternativen jetzt zugreifen und die Model S-Kunden einfach auf die neue Modellgeneration warten und ihre Kaufentscheidung lediglich aufschieben. Das ist in der Automobilwirtschaft durchaus kein ungewöhnliches Bild, dass die Kunden am Ende eines Produktzyklus abwarten, um kein „altes Modell“ zu haben, wenn ein paar Monate später ein Update auf den Markt kommt. Das Model X soll ab dem kommenden September ausgeliefert werden.

Tesla schreibt rote Zahlen

Mit den gerade veröffentlichten Quartalszahlen hat die börsennotierte Elektroautoschmiede allerdings die Anleger enttäuscht. Statt optimistischen 55.000 Einheiten hat Elon Musk die Prognose auf nur noch mindestens 50.000 Fahrzeuge angepasst. Das mögen die Anleger gar nicht und die Papieren korrigieren aktuelle deutlich. Da konnte auch nicht die durchaus positive Nachricht hinüber hinwegtäuschen: Tesla hat so viele Autos verkauft wie noch nie in der Konzerngeschichte. Von April bis Juni lieferte Tesla 11 532 Wagen aus. Die Firma steigerte ihren Umsatz verglichen mit dem Vorquartal von 940 auf 955 Millionen Dollar. Der Verlust nahm dabei allerdings auch zu. Von 154 auf 184 Millionen Dollar (169 Mio Euro). Aber solche Enttäuschungen haben bei Tesla mittlerweile auch Tradition. Elon Musk schraubt die Erwartungen regelmäßig so hoch, dass er am Ende unter der hochgelegten Latte untendurch spazieren kann. Trotzdem schafft er es immer wieder, selbst mit den unterbotenen eigenen Ansprüchen, die Autowelt in helle Aufregung zu versetzen. Ach übrigens: Das Auto von Tesla, welches gehackt wurde, hat Elon Musk 2014 auf der Def Con selbst zur Verfügung gestellt. Er wollte statt “Opfer” zu werden lieber mit gutem Beispiel voran gehen. Die besten Hacker, die sich an dem Wagen zu schaffen gemacht haben dürfen sich nämlich über ein Job-Angebot von Tesla freuen, um die Fahrzeuge in Zukunft noch sicherer zu machen. Also alles geplant und doch kein all zu großes Hack – Mac.

 

Hier geht es zu einer ausführlichen Tour um das Tesla Model S Luxus-Elektroauto:

 

 

 

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