Hyundai Kona 1.6 T-GDI 4WD

Neuer Hyundai Kona 1.6 T-GDI Test 2018

Hyundai Kona 1.6 T-GDI 4WD

Neuer Hyundai Kona

Monzambano – 14.08.2018 – “Che bella macchina!” Selten entfährt dem ansonsten sehr ruhigen Paolo Di Rossi ein derart emotionaler Ausspruch. Doch der Hyundai Kona hat’s ihm angetan. Das koreanische Mini-SUV steht im Hof von Paolos Osteria und Hotel “Al Caminetto” in der historischen Innenstadt von Monzambano südlich des Gardasees. Die Gattung dieser schicken, praktischen und angenehm zu fahrenden Lifestyle-Allrounder wird immer beliebter. Eine Neuheiten-Schwemme überflutet derzeit regelrecht das B-Segment der SUV, zu dem gerade der vielleicht künftige Bestseller VW T-Cross dazu gestoßen ist. Bis dahin mischt der Hyundai Kona kräftig mit – nicht nur, wenn es nach Paolo geht.

Hyundai Kona Preis

Der leidenschaftliche Koch und Hotelier ist bekannt für seine hausgemachte Pasta, die er und sein Bruder Luca immer wieder liebevoll variieren – bis hin zu so exotischen Rezepten wie gefüllten Nudeln mit Pflaumen oder Kürbis. Er ist auch bekannt dafür, Autos zu mögen. Und er mag den Hyundai, der gerade auf seinen Hof im Herzen Monzambanos gerollt ist. Er mag die ungewöhnliche Farbe “Acid Yellow”, in der der grün-gelbe Kona erstrahlt. Er mag die Zweifarblackierung mit dem schwarz kontrastierenden Dach. Er mag das progressive Design, das die Modelle der aufstrebenden koreanischen Marke und ganz besonders den Kona prägt – allen voran mit dem sechseckigen Frontgrill in Kaskaden-Optik und den schmalen Scheinwerfern. Den vielseitigen Charakter des Fahrzeugs sollen massive Kunststoffplanken und markante Radausschnitte unterstreichen. Und Paolo ist beeindruckt von den Preisen, die Hyundai für den nur 4,17 langen und daher extrem großstadttauglichen SUV aufruft: Bereits bei 17.500 Euro geht’s los – samt aktivem Spurhalteassistenten und Klimaanlage an Bord.

Hyundai Kona Verbrauch & Motoren

Wäre genug Zeit, könnte sich Paolo Di Rossi auch noch von den fahrerischen Qualitäten des Lifestyle-Allrounders überzeugen. So übernehmen wir das für ihn und genießen die 130 kW/177 PS und mehr noch die Schubkraft von 265 Newtonmeter. Diese drückt den Kona bereits ab 1.500 U/min nach vorne, lässt bis 4.500 U/min nicht nach und sorgt auch mit Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe für flotte Fahrleistungen: 205 km/h Spitze und in weniger als acht Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Allerdings kommt der Kona nicht mit nur 6,7 Liter je 100 Kilometer aus, wie der Hersteller verspricht – bei der Testfahrt genehmigt er sich über alle Einsatzgebiete hinweg 7,7 l/100 Kilometer. Bei konstant 130 km/h auf der Autostrada A22 zwischen Brenner und Modena fließen 8,5 Liter durch die Benzinleitung. Da macht sich wohl besonders der Allradantrieb bemerkbar, um den man nicht herumkommt, wenn man beim 1,6 T-GDI keine Handschaltung möchte.

Heiser und etwas rau klingen sowohl der 1,6-Liter-Vierzylinder mit 130 kW/177 PS als auch sein kleiner Bruder mit nur drei Zylindern, 1,0 Liter Hubraum und 88 kW/120 PS. Letzterer ist jedoch erste Wahl, wenn man den Mehrverbrauch des Allradantriebs scheut und auf den Komfort einer Automatik verzichten kann. Dann schlägt die allgemein bekannte Preis-Leistungs-Marke Hyundai besonders zu. Aber auch mit dem stärkeren Benziner, Allrad und 7-Gang-DCT-Getriebe ist der sehr gut ausgestattete Kona schon ab 25.000 Euro zu haben – samt der 5-Jahres-Garantie, die Hyundai auch beim Mini-SUV ohne Kilometer-Begrenzung gewährt.

Hyundai Kona 1.6 T-GDI Style Platzverhältnisse

Die Platzverhältnisse fallen erstaunlich großzügig aus. Das Mini-SUV hat auf kurzer Außenlänge immerhin 2,60 Meter Radstand zwischen den Achsen, die Karosserie hängt vorne und hinten recht wenig über. Somit finden auch hinten Erwachsene bequem Platz und genießen dabei ausreichend Kopffreiheit, sofern sie nicht über 1,85 Meter groß sind und nur zu zweit. Bei voll besetzter Dreier-Rücksitzbank wird’s etwas eng, aber das ist eine klassenübliche Einschränkung. Auf Komfort müssen die Insassen im Kona allerdings auch punktuell verzichten, denn der kurze Allrounder rumpelt regelrecht über die zahlreichen Bremsschweller in den verkehrsberuhigten Zonen Monzambanos: Statt der vorgeschlagenen 30 sollte man dabei im Kona lieber nur 20 km/h fahren.

Test-Fazit Hyundai Kona 1.6 T-GDI Style 4WD

Lobenswert ist hingegen die Sicherheitsausstattung des Koreaners. Die Assistenzsysteme sind sehr umfangreich erweiterbar. Systeme wie der Fernlichtassistent, deren Wirksamkeit man schnell einschätzen kann, bewähren sich auf hunderten Kilometern Fahrt durch den italienischen Stiefel. Dabei beeindrucken die Sitze mit gutem Seitenhalt und enormem Langstreckenkomfort. Deshalb und wegen der leicht erhöhten Sitzposition fühlt man sich stundenlang ausgesprochen wohl im Lifestyle-SUV, das mit guten Allroundeigenschaften glänzt. Das Gepäckvolumen ist nicht gerade üppig, bewegt sich mit 361 bis 1.143 Litern auf mittlerem Klassenniveau.

 

Kuriosester Testeindruck: Die Hupe des Kona klingt regelrecht mickrig – keineswegs respekteinflößend und leicht überhörbar. Aber da ist ja noch die Signalwirkung der Launch-Farbe Acid Yellow, die für Ausgleich sorgt. Das zeigt sich morgens beim Verlassen von “Al Caminetto” – prompt drehen sich gegenüber in der “Bar Sole” ein Dutzend Köpfe, darunter auch der von Paolo, der gerade mit seiner Freundin Racon frühstückt und mit einem starken Espresso in den Tag startet. Dass der progressive Koreaner dermaßen auffällt, liegt nicht nur am giftigen Acid Yellow.

Technische Daten Hyundai Kona 1.6 T-GDI Style 4WD

Fünfsitziges Kompakt-SUV, Länge/Breite (ohne Spiegel)/Höhe/Radstand in Millimeter: 4.165/1.800/1.550/2.600, Leergewicht: 1.401-1.496 kg, zul. Gesamtgewicht: 1.910 kg, max. Zuladung: 414-509 kg, Kofferraumvolumen: 361-1.143 l, Tankinhalt: 50 l, Preis: 26.400 (Style)

Motor: Reihenvierzylinder-Benziner, Hubraum: 1.591 ccm, Leistung: 130 kW/177 PS bei 5.500 U/min, max. Drehmoment: 265 Nm bei 1.500 – 4.500 U/min, Beschleunigung 0 bis 100 km/h: 7,9 s, Höchstgeschwindigkeit: 205 km/h, Normverbrauch: 6,7 l pro 100 km, CO2-Ausstoß: 153 g/km, Testverbrauch 7,7 l/100 km, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Allradantrieb.

© Global Press Nachrichtenagentur und Informationsdienste GmbH (glp) /  Ralf Schütze / mid

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