Jaguar Land Rover (JLR) – Brexit-Auswirkungen auf britische Autobauer?

Land Rover Brexit

Jaguar Land Rover (JLR) – Brexit-Auswirkungen auf britische Autobauer?

Brexit, Elektromobilität und maue Konjunkturaussichten – JLR Zukunfts-Check

Jaguar Land Rover Bestandsaufnahme:

Übernahme von Jaguar Land Rover durch indische TATA Motors 2013, Milliarden Investitionen, neue Modelle, SUV- und Offroad-Fahrzeugboom ungebrochen, neues Werk in Europa

Derzeit rollt der britische Hersteller auf der SUV-Erfolgswelle.  In Europa steht Jaguar Land Rover (JLR) beim Thema Wachstum an der Spitze aller Automobilhersteller. Dabei kommen der britischen Premium-Hersteller-Gruppe verschiedene Faktoren zugute. Allerdings stellt sich die Frage, ob das in Zukunft auch so weiter geht, oder ob die Welle des Erfolgs sich angesichts der trüben weltwirtschaftlichen Aussichten langsam zu brechen beginnt?

74 Prozent Wachstum im September bei Jaguar – Vom Sorgenkind zum Highperformer

Evergreen Land Rover ist in der Nische schon seit Jahren Megaerfolgreich — Jaguar gewinnt dank  seinem schicken neuen SUV-Modell F-Pace ultrastark hinzu. Die Übernahme des britischen Traditionsherstellers JLR durch die indische Firma Tata Motors 2013 wird zum Paradebeispiel für eine Erfolgsgeschichte fernöstlicher Übernahmen europäischer Premiumhersteller. Die zwischen BMW und Ford u. a. herumgereichten Sorgenkinder entwickeln sich dank der Übernahme und indischer Investitionen von 2,5 Milliarden Dollar zu umsatzstarken Gewinnbringern. Welche Ironie der Kolonialisierung. Ein Schwellenland hilft „Good old Europe“ auf die Sprünge. Was die Europäer nicht auf die Reihe bringen, müssen die Inder fixen. Beherzte Investitionen, eine rundum modernisierte Modellpalette, hohe Eigenständigkeit der Marke auf dem Markt und das Zeitalter der Nische begründen das Wiedererstarken altgedienter britischer Werte.

Europäisches Produktionswerk gegen die Brexit-Gefahren

Auch für JLR gilt die Faustregel: am günstigsten produziert man dort, wo die Fahrzeuge verkauft werden. Und der größte Markt für Jaguar Land Rover ist Europa. Doch mit der Heimat und Produktionsstätten auf der Insel ergeben sich Gefahren aus einem möglichen Brexit für JLR. Denn sie kaufen ihre Teile in Europa ein und verschiffen die montierten Fahrzeuge zurück. Die zukünftige Produktion im Slowakischen Nitra (Kapazität 150.000 Einheiten) und freie Kapazitäten bei Magna Steyr in Österreich sind da die Exit-Strategie, um die Kosten bei der Logistik zu senken und Brexit gefahren umschiffen zu können. Ein Produktionswerk von Jaguar Land Rover in den USA kommt für JLR-Chef Ralf Speth nicht in Frage. Das sei angesichts gegebener Verkaufszahlen und ohne Freihandelsabkommen TTIP derzeit schlicht unrentabel. Mit Werken in Brasilien, China und der neuen Heimat Indien sieht sich der Premiumhersteller von automobilem Cat-Content hervorragend aufgestellt.

Wann kommen Jaguar und Land Rover Elektroautos? Besser spät als nie!

Seit einigen Monaten fährt Jaguar in der Formel E mit. Die Beteiligung an der Elektro-Rennserie ist der beste Beweis für kommende Elektro-Katzen. Wie jeder Hersteller kann es sich auch Jaguar und Land Rover nicht leisten diesen Trend zu verschlafen. So genannte Experten erwarten das Jaguar Land Rover-Elektroauto für das Jahr 2017. Ein Prototyp ist da sicher zu erwarten, der Serienstart könnte aber noch einige Jahre dauern. Knackpunkt sind auch hier natürlich die fehlenden Akkus und das hohe zu bewältigende Zusatzgewicht. Da müssen wir uns wohl noch etwas gedulden bis die Elektro-Katzen elektrisch schnurren.

Wie sieht die Zukunft aus? #Brexit #Weltwirtschaft #LuxusLäuft

Jaguar Land Rover ist für die Zukunft ganz passabel aufgestellt. Der Boom bei Geländewagen,  SUVs und Premiumautos spielt dem britischen Hersteller in die Karten. Die Verkaufszahlen belegen das eindrucksvoll, wenngleich der Marktanteil gegenüber BMW, Mercedes und Audi sicherlich noch ein großes Wachstumspotential aufweist. Als kleiner Hersteller aus der Nische kann JLR auch nicht jeden Trend sofort mitgehen. Zu groß ist die Gefahr die Investitions-Milliarden zu versenken. Dadurch hinken die Briten beispielsweise dem Elektrotrend etwas hinterher. Allerdings dürfte sich das nicht wirklich als Nachteil erweisen, da die betagte Neuwagenkäufer-Kundschaft nicht unbedingt jeden Technik-Schnickschnack gleich von Anfang an mitmacht. Auch die Fehler können da erstmal die Anderen machen.

Welche Probleme sich aus den wirtschaftlichen Begebenheiten (Brexit, Freihandelsabkommen TTIP, CETA, Weltwirtschaft, Handelskrieg, usw.) ergeben, darüber kann man trefflich spekulieren. Sicher war in der Vergangenheit immer nur eins. Luxus läuft! Auch in Zeiten der Krisen. Und angesichts dieser Erkenntnis lässt es sich wahrscheinlich auch in Zukunft ganz trefflich und komfortabel mit einem Luxus-SUV über das holprige wirtschaftliche Terrain hinweg fahren. Dafür hat Jaguar Land Rover auch schon das passende System präsentiert. Die „All-Terrain Self-Driving Technology“ kann dann einfach zum Fahrzeug dazu geordert werden.

JLR All-Terrain Autonomous Driving erklärt:

Jaguar SUV F-Pace:

 

Range Rover SE Sondermodell Autobiographie:

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