Jeep gehackt

Jeep gehackt Jeep Cherokee Trailhawk

Jeep gehackt

Jeep gehackt – Cherokee auf Abwegen

Gehackt und in den Graben gecrasht – So können sie sich davor schützen!

Die Meldung des gehackten Jeep Cherokee des Fiat-Chrysler-Konzerns hat letzte Woche für viel Aufregung gesorgt. IT-Forscher knacken das Entertainment-System eines Cherokee und übernehmen die Kontrolle über das Fahrzeug, bis sie es letztlich in den Graben setzen. Jeep gehackt – überhaupt der Gedanke, dass man in einem gehackten Auto sitzt ist besorgniserregend. Ein Alptraum für jeden Autofahrer und vor allem die Besitzer schicker Neuwagen können sich jetzt kaum mehr ihrer Sicherheit im Neufahrzeug sicher sein. Problem: Durch wohl gleich mehrere Sicherheitslücken des „UConnect“-Entertainmentsystems gelang der Zugriff. Zum einen ein Bug im GSM-Modul, das in diesem Fall vom US-Provider Sprint geliefert wurde, und zum anderen gab es aber wohl auch verheerende Versäumnisse in der eigenen Softwarearchitektur. Das lässt sich daraus ablesen, da dieser kontrollierte Hack schon vor acht Monaten stattgefunden hat. So lange hat es gedauert, bis der Fiat-Chrysler-Konzern ein Software-Update präsentiert, und Jeep jetzt entsprechend 1,4 Millionen Fahrzeuge in die Werkstatt zurück rufen muss. Und so lange hat der Fiat-Chrysler-Konzern seine Kunden in den schon ausgelieferten Modellen mit Sicherheitslücken herumfahren lassen. Was hätten er auch anders machen sollen? Immerhin wurde die Lücke ja von Forschern und nicht von Hackern gefunden.

 

Jeep gehackt – Autos hacken wie in Hollywood

Spätestens der Film „Stirb langsam 4“ lässt uns alle in dem Glauben, dass, wenn Bruce Willis alias John McLane die nette Dolores von BMW-Assist nur intensivst bequatscht, der BMW 5er (Modell E60) auch aus der Ferne zu starten sein könnte. Vom 7er E38 und James Bond gar nicht zu sprechen. „Tomorrow Never Dies“!

 

Fahrzeugextras öffnen Auto hackings Tür und Tor

Und warum sollte das auch nicht technisch mit der vorhandenen IT-Infrastruktur möglich sein? Spätestens ein Jeep im Graben könnte Beweis genug dafür sein. Außerdem lassen sich nicht nur in den USA auch alle erdenklichen Zusatzverbraucher wie Standheizungen und so weiter per Fernbedienung (über Smartphone, Apps, Fahrzeug-Funk-Fernbedienung, etc.) zuschalten. Nur weil es rechtlich bei uns nicht möglich ist und mangels technischer Reife noch unsicher erscheint, ist eine Möglichkeit der Fernsteuerung durchaus gegeben. Mit der aktuellen BMW App kann man sein Fahrzeug vom Smartphone aus auf dem Parkplatz mittels Scheinwerfer aufblenden oder Hupe orten. Entriegeln geht auch von Ferne und die Fensterheber steuern, damit das zurückgelassene Haustier im Fahrzeug nicht mangels Frischluft eingeht. Alles nette Gimmicks – deren Nutzen sich manchmal nicht auf den ersten Blick erschließt. Gleichwohl, wem bei der Vorstellung mit einem modernen IT-Sicherheitsrisiko herum zu fahren ganz mulmig wird:

 

Jeep gehackt – Es gibt Möglichkeiten

 

Das menschliche Hirn mag sich jetzt alle erdenklichen Gefahren ausmalen. Ein Fahrzeug wird bei voller Fahrt „gekapert“ und der Fahrer erpresst. Das lohnt sich wohl nur, wer vorher den Kontostand des Opfers checkt. Und der IT-Nerd, der das kann holt sich die Kohle, ohne den Umweg über ihr Auto und, ohne dass sie es merken. Die möglichen Bedrohungsszenarien erscheinen doch relativ begrenzt. Hauptbedrohung ist wohl eher eine Crash mit Blechschäden, ganz gleich ob aus einem Systemfehler heraus, fehlgeleiteter Car2Car-Kommunikation oder durch einen Hacker. Und da lauert für den Fahrzeugbesitzer ein wirtschaftliches Risiko in der Beschädigung seines Eigentums mit Gutachterkrieg gegenüber der Versicherung.

 

Jeep gehackt – so geht Risikominimierung

 

Um dieses wirtschaftliche Risiko zu umgehen, empfiehlt sich beispielsweise die Nutzung von Car-Sharing-Angeboten oder Mietfahrzeugen. Aus Nutzersicht hat man nicht das Risiko eines Investitionsgutes mit allen daraus entstehenden Verpflichtungen (Inspektionen, Instandhaltungskosten, Parkplatz oder Garage, Sommer-/Winterreifen plus Lagerung usw.), sondern tauscht das Eigentum gegen ein Konsumgut „Individuelle Mobilität“ mit einen begrenzten Nutzungszeitraum zu einem vorher kalkulierten Preis. Theoretisch bleibt natürlich das Risiko gehackt zu werden, aber auf dem Schaden bleibt dann der Besitzer oder Anbieter sitzen, denn der ist für die Sicherheit seiner Services verantwortlich. Vorbehaltlich natürlich sachgemäßer Nutzung ihrerseits. Macht die Karre unterwegs schlapp/wird schlapp gemacht? Gibt’s vom Anbieter-Service kurzerhand Ersatz.

 

Youngtimer ohne Elektronik sicher & Wertanlage

Doch es geht noch eine Stufe sicherer. Wem in der Nutzung von Car-Sharing-Fahrzeugen und Mietwagen immer noch ein zu hohes Risiko schlummert gehackt und in den Straßengraben manövriert zu werden, dem seien Young- und Oldtimer besonders ans Herz gelegt. Besonders die Fahrzeuge aus dem vordigitalen Zeitalter, also vor 1989, sind technisch für Häcker äußerst uninteressant. Damals wurde der Vergaser (sucht man heute vergebens) mit einem Zehner-Maul und nicht per Laptop eingestellt. Bei dem Erwerb eines technisch sehr sicheren Fahrzeugs der Yougtimer- und Oldtimer-Generationen hat der Besitzer zwar wieder das wirtschaftliche Risiko im Schadenfall, jedoch entfällt das Risiko gehackt zu werden gänzlich.

 

Yountimer ohne Elektronik und Sensoren lassen sich knacken –  werden aber nicht so leicht wie der Jeep gehackt

Allerdings geht das wirtschaftliche Risiko im Schadensfall mit einer erheblichen wirtschaftlichen Chance bei einem glücklichen Händchen beim Kauf und folgend guter Pflege einher. Als sicherheitsbewusster Konsument zeigt man mit der Wahl eines Young- oder Oldtimer auch zusätzlich Stil- und Nachhaltigkeitsbewusstsein. In vielerlei Hinsicht schonen Oldtimerbesitzer (da sind irgendwann alle Youngtimer mit drin) die Umwelt. Sie pflegen einen bewussten Umgang mit einem schon produzierten Vehikel. Machen also die Produktion jedes schrottreif entwickelten IT-Sicherheitsrisikos überflüssig und erfreuen ihre Mitmenschen mit schönen Erinnerungen an die Vergangenheit. Und wem sein Schätzchen für den Alltag zu wertvoll geworden ist, der kann ja auf ein Car-Sharing-Fahrzeug zurückgreifen und das private Fahrzeug am Wochenende oder zu bewussten Ausfahrten nutzen. Dabei hat man alle Möglichkeiten der individuellen Mobilität bei gleichzeitig minimalen wirtschaftlichen Risiken.

 

Jeep gehackt – Cherokee Bilder

 

Car-Sharing Fahrzeuge eines u. a. Stuttgarter Anbieters:

 

Schöne Klassiker zur Wertanlage, die nicht wie der Jeep gehackt werden:

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