Land Rover Defender

Land Rover Defender

Land Rover Defender

Land Rover Defender heiß begehrt – Produktionsende beflügelt Absatz

Oldtimer ab Werk – technisch derbe veraltet – Design: Made by Hammerschlag – Preis-Leistungsverhältnis: viel zu teuer – Übersicht: Es geht nur vorwärts. Und trotzdem ist dieses Auto die automobile Freiheitsstatue des Jahrhunderts. Denn er ist mega-robust, taugt für schweres Gelände und: ist praktisch, praktisch und nochmals praktisch! Sein Name: Land Rover Defender.

Land Rover Defender – Etliche Sondereditionen und Versionen

Eigentlich sollte Ende des Jahres Schluss sein. Doch die Verkaufszahlen des Land Rover Defender sind im ersten Halbjahr 2015 weltweit um 29% Prozent in die Höhe geschnellt, und jetzt wird er doch noch mindestens bis Januar 2016 weiter produziert. Und eine Verlagerung der Produktion ins außereuropäische Ausland wäre auch denkbar um den weltweit äußerst beliebten Landy weiter zu fertigen. Schon seit 1948 wird der Land Rover zunächst von der Firma Rover produziert. Ein robustes Fahrzeug für die Landwirtschaft musste her. Bis 1983 werden drei Serien gefertigt: Serie I, II und III. So einfach das Fahrzeug, so einfach ist auch die Bezeichnung. Erst die Serie 4 ab 1983 wird in den zwei bis heute bekannten Radständen 90 und 110 Zoll angeboten. Und erst 1990 bekommt der Land Rover der Marke Rover ein Schwesterfahrzeug. Mit der Einführung des Discovery bekommt der Defender seinen legendären Namen. Markante technische Veränderungen waren lediglich die Aufhängung der Starrachsen an Lenkern mit Schraubenfedern statt an Blattfedern sowie neue Dieselmotoren. Erst im Frühjahr 2007 kommt eine neue Reihe des Defender auf den Markt. Allerdings werden auch bei dieser Modellanpassung äußerlich nur wenige Details verändert (z. B. fehlen die Lüftungsklappen unter der Windschutzscheibe) und auch Cockpit und Sitze werden verändert. Die wichtigsten Änderung: ein neuer Motor und ein Sechsganggetriebe. Im aktuellen Defender kommt ein Ford-Vierzylinder-Dieselmotor zum Einsatz, der unter anderem auch im Ford Transit verwendet wird. Dieser Motor erfüllt gerade mal die Euro-4-Abgasnorm. Nur der 122 PS starke TD5-Motor hält später der Abgas-EU-5-Norm stand. Mit V8 Aggregat ist der Lady in Deutschland zuletzt nicht mehr direkt zu bekommen. Zur Zeit gibt es die letzten Modelle nur noch mit einem 2,2 Liter Motor.

 

Defender – Ideal für Outdoor-Aktivitäten und Safaris

Der technische Fortschritt beziehungsweise geänderte Sicherheitsanforderungen werden dem Fahrzeug nun auch zum Verhängnis. Leider ist das Modell nicht mehr mit den europäischen Sicherheitsanforderungen für Fußgänger vereinbar. Schade, denn dem Löwen in der Steppe ist das eigentlich schei….nbar nicht so wichtig. Aber es gibt ja noch die Hoffnung im außereuropäischen Ausland weiter zu fertigen. In 68 Jahren Produktion ist der Defender weit über zwei Millionen mal gefertigt worden. Angeblich sollen auch aufgrund seiner Robustheit über 75% der jemals gefertigten Fahrzeuge in Betrieb sein. Selbst für die Serie I ist heute noch eine Ersatzteilversorgung gewährleistet. Und heute sind die drei letzten Sondereditionen die Land Rover Defender Autobiography Edition, die Land Rover Defender Adventure Edition und die Land Rover Defender Heritage Edition entweder ausverkauft oder werden über den Marktpreisen gehandelt. Das muss man sich mal vorstellen. Nach fast 70 Jahren ist auf dieses Produkt immer noch kein Rabatt notwendig.

Defender – Die Former für automobilen Erfolg

Dabei kann man über die Faktoren des Erfolgs nur etwas müde spekulieren. Für Landlords ist dieses Vehikel einfach nur praktisch und robust. Da erklärt sich der Erfolg von selbst. Aber warum sieht man den Landy so oft in der Stadt? Ob Berliner Prenzlberg-Hipster oder Hamburger Elbchaussee-Schönheit: Landys passen so gut in die Stadt wie eben auch Funktionsbekleidung. Sie suggeriert den einfachen Stadtmenschen, dass man so etwas wie ein Active-Urban-Outlaw sei, der die Natur liebt und ab und zu auch mal mit seinem Defender schaut, ob noch alles grün vor den Toren der Stadt ist. Ein handelsüblicher Golf würde dafür natürlich auch völlig ausreichen, aber der vermittelt eben nicht so viel Lebensgefühl. Und genau das ist es wohl, was den Defender auch so attraktiv macht. Man kauft nicht nur ein Auto, sondern die Eintrittskarte zur weiten Welt. Zu Abenteuer und Erlebnisreisen. Man könnte wenn man wollte. Und die Gewissheit das Abenteuer-Vehikel vor der Tür stehen zu haben reicht oftmals auch schon aus.

 

Land Rover Defender – Technische Daten

50 Zentimeter Wattiefe, Anhängelasten mit Auflaufbremse von bis zu 3500 kg, mit durchgehender Bremsanlage (Druckluft) sind 5000 kg, bei der aktuellen Baureihe sogar 6000 kg möglich. Extreme Rampen und Böschungswinkel durch kurze Radüberhänge – alles Werte, die der Standard-Defender-Fahrer wohl jemals kaum ausprobiert hat.Und irgendwie ist der Landy auch innovativ. Denn das hohe Eigengewicht von über 1800 Kilo durch den massiven Kastenrahmen und die Stahlrohrkonstruktion kompensiert er mit einer genieteten Alu-Karosserie immerhin teilweise. Leichtbau aus dem Flugzeugbau. Und wahrscheinlich ist es auch die Einfachheit des Gesamtkonzepts, was den Defender so erfolgreich macht. Der hält ewig, ist technisch unkompliziert, das heißt es geht wenig bis gar nichts kaputt und kann dann auch in allen teilen der Erde mit einem Hammer repariert werden. Sehr gute Voraussetzungen für die nächste Dschungel-Tour. Und wenn der Dschungel auch nur Lüneburger Heide heißt.

 

Die schönsten Bilder aus der Land Rover Defender Geschichte:

 

Die schönsten Land Rover Defender Test-Vergleich-Videos vs Toyota und Mercedes G-Modell:

 

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