Neue Mercedes A-Klasse 2018

Neue A-Klasse Mercedes 2018 Außen

Neue Mercedes A-Klasse 2018

A: Klasse Mercedes

 

Die Kompaktklasse von Mercedes soll 2018 ein neues Aushängeschild bekommen – zumindest, wenn es nach Mercedes geht. Die A-Klasse soll VW Golf, Audi A3 und BMW 1er die Rücklichter zeigen. Wir sind bei den finalen Erprobungen der Prototypen in Lappland dabei.

 

 

Mercedes A-Klasse: Preis (aktuelles Modell), technische Daten & Marktstart

 

UVP: Ab 24.680,6€, Getriebe: 6 & 7-Gang Schaltgetriebe

Abmessungen: 4.299-4.359 mm L x 1.780 mm B x 1.417-1.433 mm H

Ladevolumen: 341 l, 1.157 l inklusive Sitzbereich
Fahrzeuggewicht: 1.370 bis 1.555 kg
Ausstattungsvarianten
Grundausstattung    Ab 24.680,6€
Edition                        Ab 26.406,1€
PEAK Edition            Ab 30.095,1€

 

 

Mercedes A-Klasse 2018 – Historie

 

Schon 20 Jahre ist es her, dass die erste A-Klasse von einem ebenso unbekannten wie harmlosen Elchtest zu Fall gebracht wurde. Das brachte dem Baby-Benz europaweite Bekanntheit und uns die flächendeckende Einführung des Antischleuderprogramms ESP. Doch an die erste A-Klasse-Generation denkt heute niemand mehr. Der billige Innenraum und das Bockbeinige Vanstyling sind glücklicherweise im Laufe der Jahre verschwunden.

 

Neue A-Klasse 2018 – Mercedes setzt die Messlatte hoch

 

Ab dem Frühjahr 2018 steht die vierte Generation der Mercedes A-Klasse in den Startlöchern. Ein völlig neues Niveau in dem umkämpftesten Fahrzeugsegment soll sie in Europas bringen. Die Mercedes A-Klasse 2018 wurde dafür nicht nur komplett neu entwickelt, sondern führt eine völlig neue Motorengeneration von Dieseln und Benzinern ein. Dreizylinder bleiben außen vor, doch der Einstiegsbenziner hat gerade noch 1,3 Liter Hubraum.

 

Das neue Einstiegsmodell in die Daimler-Welt ist zwölf Zentimeter länger und ein gutes Stück breiter als bisher. Bei Design und Proportionen bleibt auch die neue A-Klasse ihrem Ahnen treu. Aber im Innenraum (drei Zentimeter mehr Radstand) setzt die A-Klasse durch ihre großen Displays und zahlreiche Komfortausstattungen Maßstäbe in der Kompaktklasse. Dazu gibt es mehr Platz im Ford, einen leichteren Einstieg und ein deutlich besseres Niveau bei Geräusch- und Fahrwerkskomfort. Die Dämmung wird ja mittlerweile bei allen neuen Autos überarbeitet und ausgebaut, denn Lärmbelästigung ist ein Komfort-Killer und außerdem lässt sich mit neuer Dämmung die Motorenproblematik einfach Wegdämmen. Wenn das Aggregat nicht mehr so präsent ist, dann wird der Hobel schon nicht so dreckig sein.

 

A Klasse Mercedes 2018 – neue Technik braucht der Elch

 

Der Einstieg in die Mercedes-Welt wird erstmals mit zwei Hinterachsen angeboten. Die Basismodelle bekommen eine technisch weniger aufwändige Verbundlenkerachse. Topmodelle, die Allradversionen und die Fahrzeuge mit variabler Verstelldämpfung behalten die Mehrlenkerachse, die Entwicklungsleiter Jochen Eck an einem der Prototypen gerade noch in Augenschein nahm. “Man kann schon sagen, dass wir dafür sorgen, dass die neue Mercedes A-Klasse hinterher auch so fährt wie ein Mercedes”, sagt Baureihenleiter Jochen Eck, “speziell dafür sind wir im Bereich der Gesamtentwicklung zuständig. Jetzt geht es um die wichtigen Detailarbeiten.”

 

A-Klasse 2018 Prototyp

 

In der gleißend hell erleuchteten Werkstatthalle in der Nähe von Bredsel nahe des schwedischen Polarkreises stehen zwei wild beklebte Prototypen und zwei Modelle in dunkelrot – nur noch leicht getarnt mit schwarzen Klebeelementen. Die Probanden sind klar als A-Klassen zu entlarven, doch Details über das Design sollen bis zur Weltpremiere Anfang Februar 2018 noch geheim bleiben. Daher bedecken Tarnfolien die bekannten Charaktermerkmale in Front, Heck und den Flanken. Ein letzter Check steht an, bevor das Entwicklungsteam wieder hinaus auf die verschneiten Teststrecken geht.

Von den zehn Modellen sind die Hälfte bereits wieder auf dem Rückweg nach Sindelfingen. Die Testingenieure benötigen dafür zwar vier Tage, doch das Kilometerschrubben sorgt für Millionen von Daten und wichtige Erkenntnisse. Die zweite Hälfte der A-Klasse muss heute auf dem streng gesicherten Testgelände und auf den Landstraßen drumherum zeigen, wie weit die Modelle vor einer Produktionsfreigabe wirklich sind.

 

 

A-Klasse Test, Probefahrt und Produktionsfreigabe

 

Jochen Eck fährt zusammen mit seinem Kollegen Volker Seitz wieder raus auf das Testgelände. Zwei Sicherheitstore später geht es nach rechts auf eine abgesperrte Strecke, die schneebedeckt entlang nicht enden wollender skandinavischer Wälder führt. Der grauhaarige Entwicklungsingenieur beschleunigt die A-Klasse spürbar über die eisige Kuppe, taucht danach leicht ein und kommt mit einem leichten Gegenlenken wieder zur Ruhe. Er nickt zufrieden: “Auf dieser Strecke können wir die Fahrt auf einer normalen Straße nachstellen. Es geht um vieles wie Geräusche, aber auch die Lichtverteilung im Dunkeln und natürlich das Fahrwerk.”

Die Zeiten, in denen die Mercedes A-Klasse wie ein harter Bock über die Straßen fuhr, sind vorbei. Bereits die Modellpflege brachte mit den überfälligen Verstelldämpfern ein Komfortplus. Doch an Bord der Testfahrten zeigt sich: Der große Sprung nach vorn kommt im Frühjahr, wenn die aktuelle A-Klasse von der Generation vier abgelöst wird. Das Testprogramm soll alle nur erdenklichen Fehler der Prototypen aufzeigen. Die Autos werden auf dem Testgelände genauso hart rangenommen wie bei den nächtlichen Überlandfahrten. Die Kälte und der trockene Schnee am Polarkreis sind dabei jedoch nur die eine Seite der Medaille. “Wir waren mit den Modellen auch in Spanien, Deutschland und der Hitze Arizonas unterwegs”, sagt Entwicklungsingenieurin Bettina Eichel: “Ich bin jetzt schon zweieinhalb Wochen hier. So lange – da ist die Dunkelheit schon anstrengend. Es ist schließlich tagsüber kaum hell.”

 

 

A-Klasse 2018 Erprobung in Schweden, Arizona, Spanien und Deutschland

 

Das Entwicklungsprogramm für die zehn Prototypen im nordschwedischen Winter ist besonders hart. Bei Temperaturen bis knapp minus 30 Grad Celsius werden die getarnten Prototypen rund um die Uhr rangenommen. Es geht bei den Abstimmungen schlicht um alles. Motor, Getriebe, Geräuschentwicklung, Klimaautomatik oder Bordelektronik – die Entwicklung des neuen Golf-Konkurrenten ist nach über drei Jahren weit fortgeschritten. “Wir hatten hier in den vergangenen zwei Wochen rund 100 Ingenieure aus den verschiedensten Bereichen, die die A-Klasse getestet haben”, berichtet Jochen Eck. Geräusche, Fehler, Ungereimtheiten werden peinlich genau niedergeschrieben und ins Entwicklungszentrum nach Sindelfingen gefunkt. Je schneller die Fehler ausgemerzt werden, umso besser.

In dem Prototypen von Jochen Eck, einem stark getarnten Zweiliter-Allradmodell mit blass klingendem Vierzylinder stimmt etwas mit dem Motor nicht. “Daran arbeiten wir bereits”, sagt der Entwicklungschef mit stoischer Ruhe, als der strahlende Multifunktionsbildschirm seinen Dienst quittiert, “die anderen Prototypen der Produktionsgruppe zwei sind da mit einem neuen Softwarestand schon weiter. Hier tut sich gerade nichts.” Doch knarzende Panoramadächer, eine polternde Hinterachse oder ein sich überraschend ins Wochenende verabschiedender Navigationsbildschirm bringen Jochen Eck ebenso wenig in Wallung wie Bettina Eichel oder Volker Seitz, der im zweiten Prototypen unterwegs ist. “Wenn wir hier oben sind, muss sich das Ganze natürlich auch lohnen”, erklärt Bettina Eichel, “wir arbeiten fünf Tage jeweils zehn Stunden und am sechsten Tag acht.”

 


Bei deutlich veränderten Außenmaßen – die Außenlänge beträgt jetzt stolze 4,42 Meter, ein Plus von zwölf Zentimetern – haben die Designer und Techniker nicht nur den Auftritt der A-Klasse weiter verfeinert, frischer und jünger gemacht. Sie haben durch geschickte Veränderungen speziell an den hinteren Dachlinien dafür gesorgt, dass die Fondpassagiere leichter einsteigen können und mehr Platz zur Verfügung haben. Von den Tagfahrleuchten im Fackel-Design bis zu den zweigeteilten, schmaleren Rücklichtern strahlt der Kompakte 4.0 die typische Mercedes-Aura aus. Die Stuttgarter sprechen in diesem Zusammenhang ganz unbescheiden vom “Maßstab in der Kompaktklasse”.

Außer einem deutlichen Zugewinn beim Platzangebot für Besatzung und Gepäck (Kofferraumvolumen: 370 Liter) verkörpert die A-Klasse den aus höheren Baureihen herunterdemokratisierten Stand der Technik beim Antrieb, den Assistenzsystemen, dem autonomen Fahren und den Infotainment-Möglichkeiten. Beispielhaft steht dafür die erstmals eingesetzte Mercedes-Benz User Experience (MBUX): Sie kombiniert laut Entwicklungsvorstand Ola Källenius “intuitive und natürliche Bedienung mit intelligenter und lernender Software”.

Demokratisierungstendenzen gibt es auch bei der Ausstattung des Armaturenbretts. Es wird dominiert von einem völlig freistehenden Display in drei Ausführungen mit zwei bis zu 10,25-Zoll großen Displays. Die S-Klasse lässt herzlich grüßen. Die Bildschirme sind Teil des Bedienkonzepts, zu dem auch das Touchpad auf der Mittelkonsole und Touch-Control-Knöpfe im Lenkrad gehören. Die Sprachsteuerung erreicht in der A-Klasse einen neuen Level, aktiviert wird sie ähnlich der Systeme von Google oder Apple mit einem coolen “Hey Mercedes!” Auswendig gelernte Ansagen sind damit Vergangenheit, das cloudbasierte und selbstlernende System versteht die Alltagssprache.

 

 

 

 

An allen Ecken und Enden ist Feinschliff im Detail festzustellen. So ist die Kofferraumklappe größer, sind die Sitze erstmals neben der Beheizung auch mit einer Klimatisierungs- und einer Massagefunktion zu haben. Auch bei der aktiven Sicherheit stand die S-Klasse Pate, der Kompakte mit Stern soll dank einer ganzen Armada von elektronischen Helfern “das höchste Niveau im Segment” ausweisen. Neu sind auch die Multibeam oder High Performance LED-Scheinwerfer.

Zum Start im Frühjahr bietet Mercedes zwei nagelneue Benziner an. Im A 200 arbeitet ein 1,4-Liter-Aggregat mit 163 PS und 250 Newtonmeter, das mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe im Schnitt 5,1, mit Handschalter 5,6 Liter je 100 Kilometer verbrauchen soll. Beim Zweiliter-Motor im A 250, der nur mit Automatik zu haben ist, geht es um 224 PS, 350 Nm und 6,0 Liter. Kurz darauf liefern die Schwaben auch noch den A 180 d mit Automatik, 116 PS, 260 Nm, einem Abgassystem mit Harnstoff-Technologie und einem Normverbrauch von 4,1 Liter nach. “Weitere neue Motoren folgen”, so ein Mercedes-Sprecher. Serienmäßig ist ein 43 Liter-Tank installiert, optional gibt es auch einen Spritbehälter mit 51 Litern.

Serienmäßig rollt die A-Klasse auf 16-Zöllern. Zur Wahl stehen zwei Fahrwerksauslegungen, das Dynamic Select-System mit verschiedenen vorkonfigurierten Fahrprogrammen und Front- oder Allradantrieb. Ausgeliefert wird die vierte Generation ab Mai, Daimler-Chef Zetsche traut ihr weltweit ähnliche Eroberungsraten wie dem Vorgängermodell zu, das den Altersdurchschnitt der Käufer um rund zehn Jahre nach unten drückte.

 

 

Mercedes A-Klasse 2018 Motoren neu

 

“Alle Motoren sind neu”, erklärt Eck, “wir haben zwei Benziner mit 1,3 und 2,0 Litern sowie zwei Diesel mit 1,5 und 2,0 Litern. Ich kann nicht für jede Schraube meine Hand ins Feuer legen, doch die A-Klasse ist komplett neu entwickelt. Wir haben keine Übernahmeteile.” Zum Start im Frühjahr 2018 wird das neue Einsteigermodell zunächst nur mit Doppelkupplungsgetriebe zu bekommen sein.

 

 

 

 

 

A-Klasse 2018 Test – A200 185 PS

 

Volker Seitz steuert den Zweiliter-Fronttriebler, dessen Leistung bei rund 185 PS liegen dürfte, auf dem gesicherten Gelände in das nächste Versuchsareal. “Das ist belgisches Pflaster. Hier geht es um die Geräuschentwicklung und was wie stark in den Wagen durchschlägt.” Es rumpelt und poltert – doch nur von Reifen und Fahrwerk. Die Karosserie und der Innenraum zeigen sich deutlich besser als bei der Allradversion. “Das ist ganz einfach zu erklären”, sagt Jochen Eck: “Der Allradler kommt deutlich später. Hier haben wir mit der Entwicklung noch etwas Zeit.”

Es geht zurück in die Werkstatthalle. Die neuesten Daten werden von den Festplatten ausgelesen, verwertet und dann via Datentransfer nach Sindelfingen ins Entwicklungszentrum geschickt. Bestenfalls kommen die neuen Softwarestände dann heute noch zurück und es kann weitergehen. Der Testtag ist in jedem Fall noch lange nicht beendet und bis zur Marktreife im Frühjahr gibt es noch allerhand Detailarbeit zu tun.

 

 

Neue Mercedes A-Klasse 2018 – Fotos des Prototypen am Polarkreis in Schweden

 

 

 

Bei den Kollegen von AutoBild gibt es Bilder von der Mercedes A-Klasse 2018 ohne Tarnung

 

Mercedes Concept A im Video – A-Klasse 2018-Ausblick

 

 

 

 

 

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